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Symptome

Symptome des Münchhausen Syndroms können vielfältig sein, da es sich um erzeugte Symptome einer artifiziellen Störung handelt. Meist beziehen sich jedoch die Münchhausen Syndrom Symptome auf folgende Bereiche:

    • Haut
    • Intimzone, Harnwege, Darmdie Münchhausen Syndrom Symptome
    • Vorgetäuschte Körperreaktionen
    • Psyche und Nervensystem
    • Verhalten nach medizinischen Maßnahmen

Haut: Die Haut kann geschädigt werden. Z.B. wird die Haut durch Verätzungen geschädigt. Weiterhin auffallend ist, dass Leittragende viele Narben, bzw. Operationsnarben haben.

Intimzone, Harnwege, Darm: Im Bereich der Intimzone, Harnweg oder Darm werden Blutungen vorgetäuscht. Ebenfalls möglich ist ein vorgegebener Harnverhalt.

Vorgetäuschte Körperreaktionen:Möglich ist, dass Betroffene durch eigenmächtige Einnahmen von Medikamenten Nebenwirkungen erzeugen. Mit anderen Worten: Bewusst Medikamente einzunehmen, um Nebenwirkungen zu provozieren. Weiterhin vorgegebener Scchmerz, wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen etc., unechtes Fieber, Erbrechen usw.

Psyche und Nervensystem:Krämpfe wie Epilepsie werden vorgetäsucht, Verwirrtheit und Halluzinationen werden simuliert.

Verhalten nach medizinischen Maßnahmen:
Manipulationen oder selbst erzeugte Infektionen an Kathetern oder OP Wunden

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Anderes als beim Baron von Münchhausen steckt bei dem Lügen keine Absicht dahinter. Leidtragende folgen einem inneren Zwang, wenn sie sich selber Schaden zufügen. Im schlimmsten Fall verursachen Betroffene ihre eigene Invalidität oder bringen sich selber um.
Vom Münchhausen Syndrom sind überwiegend Männer betroffen, welche alleinstehend und meist sozial entwurzelt sind. Sie werden oft „Krankenhauswanderer“ genannt, da sie von Klinik zu Klinik ziehen. Es ist durchaus möglich, dass die betroffenen Männer innerhalb ein paar Jahre 100x in Krankenhäusern waren. Sucht nach Krankenhäusern und die Sucht nach Operationen kann durchaus zutreffend sein.
Oft gehen das Münchhausen-Syndrom und eine schwere dissoziale Persönlichkeitsstörung Hand in Hand. Daher sind fehlende soziale Fähigkeit zur Bindung, Gefühlskälte, aggressive Charakterzüge und fehlendes Schuldbewusstsein durchaus möglich.
Durchschaut der behandelnde Arzt den Betroffenen, ist es meist üblich das der Kontakt, bzw. die Behandlung, seitens des Erkrankten, abgebrochen wird. Der Betroffene geht zu einem anderen Krankenhaus, bzw. zu einem anderen Arzt. Dies nimmt demnach kein Ende.

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