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Wer war Baron von Münchhausen

Bekannt als Baron von Münchhausen, war Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen, welcher am 11.05.1720 in Bodenwerder geboren wurde. Baron von Münchhausen war als phantasievoller und humorvoller Erzähler bekannt. Seine erzählten Geschichten basierten eher weniger auf wahre Begebenheiten.

Baron von Münchhausen: Sein Leben

Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen, bekannt als Baron von Münchhausen machte Baron von Münchhausenseine Ausbildung und Karriere als Offizier im Dienste der russischen Zarin. 1750 kehrte Baron von Münchhausen nach Bodenwerder zurück. Dort starb er am 22.02.1797.
Seine Familie war adelig und besaß ein Landgut mit kleinem Schloss. Als der Baron aus Russland zurückkehrte, lebte er auf seinen Landgut. Tagsüber ging er Reiten und Jagen, Abends lud er oft Gäste ein und erzählte Ihnen Lügengeschichten, welcher er als Offizier erlebt hat.

Die Geschichten des Barons von Münchhausen

Die, die dem Baron von Münchhausen zuhörten, nannten ihn Lügenbaron. Die Geschichten waren dermaß fantasiereich, das auf Anhieb jeder wußte, dass die Geschichten erfunden und erlogen waren. Auch wenn der Lügenbaron immer erwähnte “Es ist wahrhaftig war, was ich euch erzähle“, glaubte ihm niemand. Da es zur damaligen Zeit kein Fernseher oder ähnliches gab, die Menschen sich aber unterhalten lassen wollten, hörten sie ihm sehr gerne zu. Die Geschichten des Lügenbarons waren witzig und spannende Geschichten.

Beispiel seiner Geschichten

Ein kleiner Auszug aus Lügenbarons Jagdgeschichten:

So schwammen einst auf einem Landsee, an welchen ich auf einer Jagdstreiferei geriet, einige Dutzend wilder Enten allzu weit voneinander zerstreut umher, als daß ich mehr denn eine einzige auf einen Schuß zu erlegen hoffen konnte; und zum Unglück hatte ich meinen letzten Schuß schon in der Flinte. Gleichwohl hätte ich sie gern alle gehabt, weil ich nächstens eine ganze Menge guter Freunde und Bekannten bei mir zu bewirten willens war. Da besann ich mich auf ein Stückchen Schinkenspeck, welches von meinem mitgenommenen Mundvorrat in meiner Jagdtasche noch übriggeblieben war. Dies befestigte ich an eine ziemlich lange Hundeleine, die ich aufdrehte und so wenigstens noch um viermal verlängerte. Nun verbarg ich ich mich im Schilfgesträuch am Ufer, warf meinen Speckbrocken aus und hatte das Vergnügen, zu sehen, wie die nächste Ente hurtig herbeischwamm und ihn verschlang. Der ersten folgten bald alle übrigen nach, und da der glatte Brocken am Faden gar bald unverdaut hinten wieder herauskam, so verschlang ihn die nächste, und so immer weiter. Kurz, der Brocken machte die Reise durch alle Enten samt und sonders hindurch, ohne von seinem Faden loszureißen. So saßen sie denn alle daran wie Perlen an der Schnur. Ich zog sie gar allerliebst ans Land, schlang mir die Schnur ein halbes Dutzend mal um Schultern und Leib und ging meines Weges nach Hause zu.

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